Herbstfood = Soulfood Teil 3: Chana Masala mit Kürbis und Knoblauch-Naan

Also gestern hat es mir so richtig gereicht. Es war nämlich so: Seit zwei Jahren steht bei mir am Balkon eine Magnolienstaude, die ich – es tut mir so leid – schändlicherweise sehr stiefmütterlich behandelt habe, deshalb wollte sie auch nie so richtig blühen. Und jetzt wollte ich alles wieder gut machen und habe sie in die freie Wildbahn, siehe auch das Staudenbeet meiner Mama gepflanzt. Ich hatte Großes mit ihr vor und sah sie schon im Frühling ihre Blüten der Sonne entgegenstrecken. Und dann gehe ich gestern an besagtem Beet vorbei, wo ich sie vor einiger Zeit fürsorglich eingepflanzt hatte und: weg war sie! Ich war total außer mir, der Freund meiner Mama muss sie versehentlich beim Sträucherschneiden entfernt haben. Ich war sehr traurig, weil ich so sehr ein Happy End für sie, nein für uns wollte! Heute werde ich auf jeden Fall nach ihr suchen und vielleicht finde ich sie in dem riesigen Haufen von Laub und Ästen.

Ist es verstörend, wenn man emotional plötzlich so an einem Strauch hängt? Hmmm. Ich ging dann jedenfalls heim und wollte, nein brauchte etwas Tröstendes oder comfort-food, so nennt man das doch oft heutzutage, gell? Vor allem brauchte ich Teig! Zum Kneten! Meine ganze Enttäuschung wollte ich da reinkneten. Das Ergebnis wird da dann immer besonders gut. Somit war es ein ganz klarer Fall von einem Knoblauch-Naan und als Beilage Chana Masala, das mit meinen Kürbisresten noch angereichert wurde. Sehr köstlich!

Das Naan war der absolute Traum von einem Brot. Es machte alles wieder gut und ich meine wirklich alles. Der samtene Teig schmiegte sich wohlig an meine Hände beim Kneten und ging so wunderschön auf. Nach zehn Minuten bei voller Hitze nahm ich die Naan (Naan? Naans?) aus dem Ofen und bestrich sie mit Knoblauchbutter und biss in diesen locker fluffigen Teig. Ich habe seit langem nicht mehr so geseufzt beim Essen. Ihr MÜSST das unbedingt nachkochen! Die Zubereitung ist so einfach: Teig kneten und zwei Stunden aufgehen lassen. In diesen zwei Stunden kann man inzwischen verlorene Stauden suchen gehen, online shoppen oder 85 Seiten „Why not me“ von Mindy Kaling lesen. Und dann, wenn der Teig doppelt so groß ist, wird er geteilt, auf dem Bleck flachgedrückt und in den Ofen geschoben, das ist wirklich alles. Ich bin so euphorisch über dieses großartige Rezept. Aber ich glaube, das kam mittlerweile schon erfolgreich rüber.

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Das Chana Masala-Rezept hab‘ ich übrigens hier gefunden: http://cookieandkate.com/2014/quick-vegan-chana-masala/

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Knoblauch-Naan (ergibt 4 Stück)

1.5 cups warmes Wasser
1 TL Trockenhefe
3-3.5 cups Mehl
1.5 TL Salz
1/2 TL Zucker
Knoblauchbutter

Die Trockenhefe mit Wasser und Zucker vermischen und vorsichtig umrühren. Für ca. 5 Minuten stehen lassen. In einer Schüssel die Hefemischung mit Mehl und Salz zu einem Teig vermengen und etwa 15 Minuten leidenschaftlich kneten. Den Teig in eine mit Öl ausgepinselte Schüssel geben, Klarsichtfolie drüber spannen und an einem warmen Ort zwei Stunden gehen lassen. Den Teig herausnehmen, in 4 Teile teilen, flach drücken und mit den Fingern ein paar Dellen hineinmachen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 250°C 10 Minuten backen.

Aus dem Ofen nehmen und mit Knoblauchbutter bestreichen.

Ein tolles Rezept für Chana Masala gibt es auf:
http://cookieandkate.com/2014/quick-vegan-chana-masala/
Ich habe noch meine Kürbisreste mit reingegeben, was sehr großartig schmeckte.

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