Kickstart in den Morgen: Hirse-Topfencreme

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Die letzten Tage hastete ich wieder mal durch meine Tage. What else, gell? Ich erhastete mir alles und irgendwann wurde es mir so zu viel, dass ich in meine Couch sank und mir dachte: „was soll das eigentlich alles?“. Der Morgen zum Beispiel: zuerst 10 Minuten im Bett sitzen und darüber reflektieren, wie müde man eigentlich ist, dann hastig aufstehen, hastig ins Bad fertig machen und dann – ja ihr habt es erraten – hastig angezogen und aus dem Haus gestürzt. Mit einem entzückenden Kleinkind auf dem Arm, das grundsätzlich eh sehr kooperativ ist am Morgen. Ein aufmerksamer Leser wird es an dieser Stelle schon bemerkt haben, dass ich das Frühstück nicht erwähnt habe. True dat. Ich hatte nämlich keins und kippte mir irgendwann am Vormittag einfach einen Cappuccino runter. Ob ich sie noch alle habe? Ich weiß es nicht. Eher nicht. Denn: wie kann man seinen Körper am Morgen so vernachlässigen? Wie kann man SO unorganisiert sein, dass man sich nicht mit etwas Gutem verwöhnt, damit der Tag einfach richtig anfängt? Wirklich, ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe. Deshalb starte ich gerade meine neue Guten Morgen-Offensive und will wieder zur Frühstücks-Hochleistungssportlerin werden. Ich kenne so viele wunderbare Frühstücksrezepte, die wirklich einfach und nicht so zeitaufwendig sind und so gut tun in der Früh. Ein besseres Zeitmanagement und mehr Disziplin sind also erforderlich.

Heute war Tag 1 und ich habe mich entschlossen, ganz easy anzufangen. Mit einem Frühstück, dass man schon am Vortag zubereiten kann und das einige Tage hält. Es ist meine gute alte Hirse-Topfencreme mit Nüssen und Trockenfrüchten, manchmal gibt es auch einen Klecks Apfelmus drauf. Man kann da ganz nach Lust und Laune machen. Ich liebe. liebe! dieses Frühstück, weil es einfach so schnell und erfrischend ist. Der Morgen war heute also um einiges gemächlicher. Ich stand auf, machte mich fertig, hörte Kendrick Lamar, während ich mein Frühstück herrichtete. Genoss jeden Schluck Schwarztee und jeden Löffel dieser süßen, frischen, herrlichen Creme. Schnappte meine Tasche und meine Tochter und ging anmutig, eroberungslustig, präsent und zufrieden vor die Tür. The end. Hehe.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten und euch von meinen Frühstücksaktivitäten regelmäßig berichten. Ich wünsche euch außerdem schön gemütliche Feiertage, viele herzliche Umarmungen, viel gutes Essen, viel Wärme und viel Zufriedenheit. Schaut auf euch. Besonders am Morgen.

Morgendliche Hirse-Topfencreme

250g Topfen (Quark)
250g Sauerrahm
Agaven-Dicksaft zum Süßen
1 Tasse gedünstete Hirse

Alle Zutaten miteinander vermischen, nach Belieben süßen. Hält ein paar Tage im Kühschrank. Mit Nüssen, Trockenfrüchten, Obstmus, Crunchies – ganz nach eurem Belieben – verfeinern.

5 Suppen, die dich durch den Winter bringen – Teil 1: Knoblauchcremesuppe mit Parmesanchampignons

Meine Allerliebsten! Meine neue Rezeptserie hat den Titel „5 Suppen, die dich durch den Winter bringen“. Aber hey, werden sich viele denken, der Winter ist ja – zumindest gefühlsmäßig – noch gar nicht da. Keine herunterpurzelnden Schneeflocken, kein Schneeschaufeln, kein sich-dick-einpacken und der Punsch schmeckt bei so milden Temperaturen auch nicht soooo gut wie sonst. Aber der Winter wird noch kommen, davon bin ich überzeugt und dann will ich gerüstet sein mit meinen Lieblingssuppen, die mich am Abend umschmeicheln und wohl fühlen lassen.

Ich liiiebe Suppen! Ich finde, es gibt einfach nichts besseres, als eine einfache Suppe mit tollen und hochwertigen Zutaten und ein Stück knuspriges Brot mit Butter. Es.gibt.nichts.besseres.

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Deshalb werde ich euch in nächster Zeit meine absoluten Favourites präsentieren und heute fange ich mit einem Klassiker an, der guten, alten Knoblauchsuppe. Ich war als Kind regelrecht besessen von Knoblauchcremesuppe und bei jedem Restaurantbesuch mit meiner Familie orderte ich diese als Vorspeise zum Wiener Schnitzel mit Pommes. Eh klar. Und Grillwürstl mit Pommes stand auch immer ganz oben. Oh was war ich für eine Feinschmeckerin. Ich glaube, ich habe über Jahre hinweg nur diese Kombo bestellt. Als ich dann selber viel zu kochen begann, MUSSTE ich dieses köstliche Süppchen natürlich daheim nachkochen.

Die Knoblauchcremesuppe. Sie war meine beste Freundin. Nach einem langen Tag auf der Uni, nach einem anstrengenden, schlaflosen Wochenende am Sonntagabend oder nach einem regnerischen Tag von draußen heimflüchtend. An diesen Tagen kam SIE auf den Plan. Und rettete mich immer wieder aufs Neue.

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So samtig, so anschmiegsam, so deliziös.

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Die einfachsten, schönsten Zutaten der Welt. Und eigentlich immer vorrätig daheim.

Am besten schmeckt sie mir mit einem knusprigen Stück Ciabatta oder wie neulich, mit einem getoasteten Kornbrot und ein paar Parmesan-Champignons. Und hier ist das Rezept:

Knoblauchcremesuppe mit Parmesanchampignons

Zutaten:
– 8 Knoblauchzehen, fein gehackt
– 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
– 4 EL Mehl
-3/4l Gemüsebrühe
– 1/8l Sahne
– 1 Hand voll Champignons und 3 EL geriebener Parmesan
– 1 Stück getoastetes Brot

Zubereitung:
Zwiebeln und Knoblauch 10 Minuten langsam dünsten (darf nicht braun werden!). Danach das Mehl zugeben, kurz umrühren, mit Gemüsebrühe aufgießen und zügig umrühren. 20 Minuten köcheln lassen, mit Sahne verfeinern und mit Salz und Pfeffer würzen. In Scheiben geschnittene Champignons dünsten, würzen und Parmesan dazugeben. Suppe in einen Teller gießen, ein getoastetes Brot (belegt mit den Champignons) in die Suppe setzen.

Ja! Das wars! Soooo einfach, so gut. Lasst es euch schmecken und freut euch auf das nächste Süppchen, das ich euch bald vorstellen werde!