Frühstücksrezept Teil 2: Cremiger Zimt-Polentabrei mit heißem Holler

Ich finde, es ist wieder mal Zeit für ein Frühstücksrezept! Letzte Woche habe ich nämlich einen ganz alten Klassiker ausgegraben. Schuld daran war das Wetter. Oder: Inspiration dafür war das Wetter. Während vor dem Fenster unablässig Schneeflocken munter herunterpurzelten, der Schneeräumer unermüdlich Berge von Schnee durch die Gegend schob und Menschen fröhlich ob der weißen Pracht durch die winterlichen Straßen spazierten, saß ich an jenem Morgen halbwach auf meinem Sessel, trank meine erste Dosis Koffein und überlegte mir, was ich mir denn zubereiten würde. Warm sollte es sein, breiig auch und fruchtig. Und anders. Auf Porridge mit Apfelmus hatte ich gerade nicht so recht Lust. Nach dem etwa fünften Schluck Kaffee kam mir dann die großartige Idee:

Cremiger Zimt-Polentabrei mit heißen Hollerbeeren!

Hollerkoch

Ich will, dass bei euch spätestens jetzt das Gehirn zu rattern beginnt, ihr in Gedanken durchgeht, ob Polenta und Hollerbeeren (auch Heidelbeeren sind als Alternative toll!) vorrätig sind, sodass morgen gleich darauf losgekocht werden kann.

Was gibt es denn therapeutischeres, als am frühen Morgen mit Kaffee in der einen Hand und Kochlöffel in der anderen Hand durch das herrliche Gelb eines emsig blubbernden Polentabreis zu rühren. Die Zimtnote steigt einem dabei unaufdringlich in die Nase hoch, man nippt wieder an seinem Kaffee und gießt die feine Masse dann in sein Frühstücksschüsselchen. Die tiefen, undurchdringlichen und eleganten, tief dunklen Farbtöne des Hollerkochs schimmern wunderschön, ehe man sie brodelnd über den Polenta gießt.

Platz nehmen, die warme Schüssel mit beiden Händen umschließen, das Näschen über den aufsteigenden Dampf halten und Augen schließen. Dann zum Löffel greifen.

175 ml Milch
125 ml Sahne
60g Polenta
50g brauner Zucker oder Agavendicksaft
1/2 TL Zimt
Hollerkoch oder Heidelbeeren

Milch, Sahne, Zucker und Zimt aufkochen, Polenta einrieseln lassen und zu einem cremigen Brei einkochen. Nebenher Heidelbeeren mit etwas Wasser aufkochen lassen, bei Bedarf süßen und über den Polentabrei gießen. Das Hollerkoch gibt es meistens bereits fertig im Supermarkt oder man war im Sommer fleißig und hat selbst eins eingekocht und einsatzbereit.

Sorry für die schlechte Bildqualität, es war früh morgens und ich noch nicht so wirklich wach. Auf der anderen Seite ist das Bild aber auch sehr authentisch, denn so sehen meine Morgen aus: etwas unterbelichtet und unscharf 🙂

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