Raus aus dem Loch.

Also schon wirklich ewig gab es nichts Neues hier auf meiner Seite. Ich war SO erschöpft. Körperlich und mental. Der Winter hatte es einfach in sich, so oft krank war ich noch nie und gleichzeitig war ich beruflich zwar wahnsinnig erfolgreich, jedoch war mir diese Zusatzbelastung, gepaart mit dem Kampf gegen die Viren. zuviel. Schließlich wurde das Ganze ja noch damit getoppt, dass ich mich 24h um mein Kind kümmern musste. Eine absolute Grenzerfahrung, von der ich mich nur schleppend erholen konnte. Also wirklich sehr schleppend.

Aber ich glaube, dieses erste halbe Jahr hat mir sehr viel vermittelt. Und mein Körper hat mir ganz klar zu verstehen gegeben: pass‘ besser auf mich auf! Mein Anspruch auf Perfektion und „alles gleichzeitig locker schaffen zu können“ hat mich wirklich in einen Abgrund getrieben. Irgendwann hab‘ ich begriffen, nicht alles alleine schaffen zu können. Und dafür muss man sich auch nicht schämen. (Ich weiß!) Aber ich habe mich etwas dafür geschämt oder dachte, dass ich es einfach nicht auf die Reihe kriege, gleichzeitig beruflich erfolgreich, sportlich, schön, gut gelaunt und immer voller Esprit, Supermama, Super-Alltagsplanerin, Super-Partnerin und Super-Köchin zu sein.

Sehr verstörend fand ich teilweise, wie ich zwischen deprimiert/schwach und gut gelaunt für meine Kunden switchen konnte. Eine Weile dachte ich, das würde mich irgendwann davon überzeugen, auch wirklich gut gelaunt zu sein, so à la „fake it till you make it“, aber so war es dann doch nicht.

So kam ich dann an den Punkt, ganz klar zu überlegen, was ich ändern müsste, um wieder gesund, glücklich und von innen heraus strahlend zu sein. Das Leben zu lieben und das Leben zu zelebrieren. Ich wusste, dass ich eine Haushaltshilfe brauche. Ich arbeite sehr viel und will aber auch für mein Kind da sein. Und ich will ein halbwegs organisiertes und abgestaubtes Zuhause haben, in dem ich mich wohlfühle. Deshalb suche ich gerade nach einer Putzfee, die mir dabei hilft, mich nicht mehr so überfordert zu fühlen und gerne heimkommen zu wollen.

Ich trage mir außerdem ganz bewusst Termine mit mir selbst ein oder mit Freunden. Die müssen dann auch wirklich eingehalten werden. Ich fange jetzt wieder mit Sport an (Pilates und Wandern), verkrieche mich regelmäßig im Ohrensessel mit einem Buch, verbarrikadiere mich im Bad, wo ich „The miseducatin of Lauryn Hill“ oder „The writings on the wall“ (hoch leben die 90er!) höre und mich peele und mit Macademia-Öl einreibe, Nägel lackiere und Augenbrauen  forme. Ich achte wieder sehr auf meine Ernährung, gehe um 21:30 ins Bett, meditiere dann ein bisschen und genieße anschließend den Vormitternachtsschlaf, er ist so kostbar, das hatte ich wirklich ganz vergessen. Und ich bin viel draußen in der Natur. Es gibt nichts beruhigenderes für die Nerven, als die Augen zuzumachen und dem Plätschern eines Baches zu lauschen oder durch den Wald zu spazieren und den weichen Boden, die kühle Luft, die Wurzeln unter der Sohle und die laute Stille zu spüren.

Ich bin also auf dem Weg in die Normalität, die neue Normalität. Ich will nie wieder so viel weinen und so an meine Grenzen kommen wollen. Ich will viel öfter Nein sagen und knallhart Prioritäten setzen. Für mich. Nie wieder schauen, ob das Gras woanders grüner ist und nie wieder so dem Wunsch nach Perfektion folgen.

Der Urlaub in Kärnten am Weissensee kam mir dann grade recht. Ich werde euch am Wochenende davon berichten. Die vielen Naturerlebnisse und das gute Essen haben mich aufgerichtet und ich warte schon sehr auf die nächste Gelegenheit wieder hinfahren zu können, vielleicht verbunden mit einem Trip nach Slowenien? Der Sommer hat ja erst begonnen, noch ist alles möglich…

metime

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metime1

me-time pt. 2

snacktime

Gutes für mich am Nachmittag

steinebach

Ein Nachmittag am Wasser…

urlaub

Angekommen!