Stark durch den Winter und den Viren trotzen! Wie macht man das am Besten?

Ich habe gerade letztens wieder beim Smalltalk mit der Verkäuferin im Schuhgeschäft abgelästert, wie hart und anstrengend der Winter in den Bergen ist. Und ich lerne immer mehr Menschen kennen, die der Spezies „Frostbeulen“ und „1 Monat Winter ist genug“ angehören. Sehr oft dauert ein Winter bei uns von November bis April! Am Anfang finde ich das Ganze noch sehr reizend, man igelt sich daheim ein, liest eine Unmenge von Büchern, probiert eine Million neuer Rezepte aus, führt den altbewährten Nachmittagsschlaf wieder ein und trinkt viel heiße Schokolade. Dann kommt noch die Weihnachtszeit, die finde ich übrigens sehr großartig. Man baut Schneemänner, geht Langlaufen, macht lange Spaziergänge und genießt das Schneeschaufeln. Dann kommt aber sehr schnell der Moment, wo ich mir denke: Vielen Dank, es war sehr schön, bis zum nächsten Mal!

Nur, dass es dann erst Jänner ist und noch ca. 3 Monate vor mir liegen, bis mich der Frühling wieder wach küsst. Das allerhärteste am Winter sind für mich aber die Viren. Die vielen Erkältungen, die Grippe, die vielleicht auch noch vorbeischaut….Besonders mit Kind kann der Winter virenbedingt die volle Härte sein. Wir mussten es letzten Winter erfahren. Mara hat sich regelmäßig was aus der Krippe geholt, mich angesteckt und während sich dieses junge Ding supergut erholt hat, stieß mich das wiederholte Kranksein fest und sicher in den Abgrund. Schließlich konnte ich mich nicht wirklich hinlegen und auskurieren, ich musste ja funktionieren. Und arbeiten gehen. Haha. Das ist eine wirklich nicht lustige Zeit, so hat es meine Internistin formuliert. Stimmt. Zu Lachen hatte ich letzten Winter wirklich wenig. Obwohl man wahrscheinlich auch sagen muss, dass der letzte Winter insgesamt sehr anstrengend war und viele Menschen wirklich lange angeschlagen waren.

Ich zittere also bereits jetzt vor diesen drohenden Viren, die mich vielleicht wieder zu vernichten versuchen und deshalb muss ich mich gut rüsten und ganz viel für meine Gesundheit im Vorfeld tun. Gestern habe ich mir dann einen Schlachtplan überlegt und ich will euch hier meine Fixpunkte präsentieren. Fixpunkte, die mich hoffentlich stark durch diese kalte Jahreszeit bringen.

Natürlich Vitamin-C. Das wissen wir eh alle. Ich werde mir dieses regelmäßig mit dem Sanddornvollsaft und einer Brokkoli-Avocado-Zitronensuppe zuführen. Den Sanddornvollsaft mische ich auch meiner Tochter immer unters Apfelmus oder in den Smoothie rein. Sanddornsaft ist DIE geballte Vitamin-C-Kraft, er verfügt über mehr Vitamin C als Zitronen. Mein Powerelixier für diesen Winter.

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Knoblauch! Ich hatte das vor einiger Zeit gelesen. Nämlich dass eine ganze Knoblauchzehe bei aufkommender Erkältung wahre Wunder wirkt. Ich war sehr skeptisch und naja, eine ganze Knoblauchzehe zu verdrücken, klingt etwas extrem. Als ich aber letztens schon eine leicht laufende Nase hatte, war ich alarmiert und probierte es aus. Ich legte eine ganze Knoblauchzehe auf einen Teelöffel mit Honig. Ich zerkaute sie ganz langsam und bewusst und aß ein Toastbrot dazu. Es war gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte und was soll ich sagen, diese Wunderknolle hat mich jetzt schon dreimal gerettet. Die Wirkung von Knoblauch ist mittlerweile schon wissenschlaftlich anerkannt. Vielleicht nachher gleich einen Kaugummi einschmeissen, um sein Umfeld nicht zu verstören.dscf2862

Das gute alte Ingwerwasser in der Früh. Es wärmt so schön und ist auch eines dieser Wundermittel. Ich koche die Ingwerblätter in heißem Wasser, etwa 10 Minuten. Gieße es dann in eine Kanne und gebe Zitronensaft, Kardamom und Honig dazu. Und dann trinke ich das herrliche Getränk gleich als erstes vor dem Frühstück.

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Ich glaube, der effektivste Schutz vor Erkältung und Grippe ist sicher die Bewegung an der frischen Luft. Und das werde ich heuer noch verstärkt mit Langlaufen und langen Spaziergängen machen. Da muss jetzt nur noch  eine Thermowäsche her.

Und was ich heuer auch noch unbedingt dazunehmen möchte in mein Programm: Regelmäßige Saunagänge.

Ich habe bereits sehr konsequent mit meinem „Gesundheitsprogramm“ begonnen, gönne mir auch viel Schlaf und vermeide Stress so gut es geht mit dreimal Yoga in der Woche. Ich hoffe so sehr, dass ich diesen Winter so halbwegs gut überstehe. Wichtig ist für mich einfach, dass ich auch krank sein kann und darf und dass ich alles gut auskurieren kann. Deshalb wird auch das Arbeitspensum runtergeschraubt. Ich habe letzten Winter erlebt, wie gefährlich es ist, sich nicht ausruhen und erholen zu können. Wenn man sich nicht gut fühlt, auch wenn es „nur“ eine Erkältung ist, MUSS man einen Gang zurückschalten. Word.

Ich bin gespannt, wie es dieses Jahr wird. Ob Mara sich wieder vieles „einfangen“ wird und wie oft ich mich dabei anstecken werde. Es ist ja klar, dass das Immunsystem gerade sehr trainiert wird, was auch gut so ist, aber bitte, liebe Virengötter, verschont mich heuer etwas!

Habt ihr vielleicht noch gute Tipps für mich? Oder wie kommt ihr gut durch die kalte Jahreszeit?

Apfel-Bienenstich

Hallo meine Lieben! Also das Wetter – ja auch ich stimme ins kollektive Jammern mit ein – war schon etwas gewöhnungsbedürftig diese Woche? So nass, so grau, so demotivierend. Wir sind darüber hinaus noch ans Haus gebunden, weil Mara ziemlich verkühlt und erschöpft ist. Es ist unglaublich, wie viel wir in den letzten zwei Tagen geschlafen, gebastelt, gemalt und gespielt haben. Und „Leo der neugierige Lastwagen“ war natürlich auch mit von der Partie, ich glaube nun, wirklich alle Folgen zu kennen!

Uns fällt also hier die Decke auf den Kopf. Heute sieht die Situation aber schon etwas besser aus und ich denke, wir werden uns kurz ein wenig rauswagen, Blätter sammeln und frische Luft inhalieren. An Tagen wie diesen denke ich nun sehr gerne an unser sonnig herbstliches Wochenende zurück. Wir waren wandern und ließen die Sonne auf uns niederprasseln. Es tat so gut. Und wir haben Apfelkuchen gemacht. Mit viel Sahne serviert.

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Und so sieht das Endprodukt aus: ein wundervoll einfacher, aber glücklichmachender Apfel-Bienenstich. Er ist unglaublich köstlich und er wird nun in das Standardrepertoire meiner Kuchenklassiker aufgenommen. Um einen ganz klarer Fall von Klassiker handelt es sich hier. Der wunderbar krümelige Mürbteig, die samtene Creme – wer immer sich gerade wetterbedingt so lethargisch fühlt wie ich, sollte sich in die Küche aufraffen und losbacken. Ich verspreche, dieser Kuchen lässt dich wieder fleißig Endorphine ausschütten und der Tag erscheint dann auch nicht mehr so grau wie bisher. Versprochen.

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Das Wochenende steht eigentlich schon direkt vor der Tür und wird uns für diese Woche entschädigen. Mit ganz viel Sonne, so habe ich es heute morgen im Wetterbericht gesehen. Ich wünsche euch ganz viel Entspannung, wohliges Räkeln auf der Couch, belebende Spaziergänge oder einfach ganz viel Freude an dem, was ihr so machen werdet.

Apfel-Bienenstich

Zutaten:

175 g Butter
50 g Rohrzucker
1 Prise Salz
300 g Mehl
2 EL Wasser
1 Ei

4 Äpfel
1 TL Zimt

2 Eier
100 g Zucker
300 g Topfen
200 g Sahne
1 Packung Vanillepuddingpulver
Geriebene Zitronenschale einer halben Zitrone

25 g Butter
50 g Honig
1 EL Zucker
1 EL Sahne
75 g Mandelblätter

Zubereitung:

Die kalten Butterstücke, Zucker, Salz und Mehl zu einem mürben Teig verarbeiten, 2 El Wasser und das Ei hinzufügen, gut und rasch durchkneten. Zu einer Kugel formen und in Folie wickeln. Im Kühlschrank 40 Minuten rasten la°ssen.

Eier und Zucker cremig aufschlagen. Tofen und Puddingpulver dazugeben, steife Sahne unterrühren.

Rohr auf 180° vorheizen.

Eine Tortenform mit 26 cm Durchmesser einfetten. Zwei Drittel vom Teil rund ausrollen und in die Form geben. Den Rand hochdrücken (er sollte ca. 3 cm hoch sein). Den Teig mit der Gabel mehrmals einstechen. Die Äpfel in 2 cm große Würfel schneiden, mit Zimt vermischen und auf dem Teigboden verteilen. Die Creme draufgeben. Das letzte Drittel des Teigs rund ausrollen und auf die Creme setzen. Am Rand andrücken.

Ins Rohr geben und 50 Minuten backen lassen. Butter, Honig, Zucker, Milch und Mandelblätter aufkochen lassen und nach den 50 Minuten über den Kuchen gießen und verteilen. Noch 15-20 Minuten fertig backen.

 

 

Unser Wochenende

Heute ist Montag und ich weine dem Wochenende bereits jetzt hinterher. Es war so schön! Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und wir wurden mit viel Sonnenschein verwöhnt. Deshalb zog es uns raus, denn wer weiß, wann der Winter eintrifft. Also nochmal ganz viel Vitamin D tanken und das farbenfrohe Naturschauspiel genießen.
Am Samstag beschlossen wir beim Frühstück spontan, auf die Bergstation Streuböden zu gehen mit unserer Kleinen in der Kraxe. Der Großteil der Strecke führt durch den Wald und es ist echt superschön zum Gehen. Wir gingen eigentlich davon aus, dass Mara die Kraxe genießen würde, dem war dann nicht so, sie wollte selbst gehen und alles entdecken. Natürlich.

Deshalb gingen wir dann statt einer Stunde zweieinhalb Stunden. Das letzte Drittel fügte sie sich dann doch und ließ sich reinverfrachten in das gute Ding. Sie schlief dann sofort erschöpft ein, was nicht verwunderlich war, schließlich ging sie relativ lange alleine bergauf. Wir haben echt gestaunt. Wir kamen dann sehr bald am Speichersee an, wo wir in freudiger Erwartung endlich unsere Jause auspackten, die Sonne genossen und Steinchen ins Wasser warfen.

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Großes Highlight wie immer: der Wackelpudding zum Hüpfen. Auch der Abenteuerweg von Timoks Alm wird immer spannender! Mara ist nun doch fast zweieinhalb und wagt sich teilweise schon auf manche Abschnitte des Niederseilgartens hinauf – mit unserer Assistenz natürlich.

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Zuhause angekommen mussten wir dann alle mal schlafen. Am Abend haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen und dann gingen wir wieder ins Bett. Die Kraxe ist doch ziemlich schwer und der Inhalt auch und dann noch einen Berg hochtragen. Nicht ohne. Der Muskelkater am Sonntag war deshalb vorprogrammiert. Deshalb wurde der Sonntag dann ganz gemütlich zelebriert. Wir haben einen wunderbaren Apfel-Bienenstich gebacken.

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Außerdem wurde viel gemalt und eine Kette haben wir uns außerdem gebastelt.

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Das ist der Apfel-Bienenstich, den ihr sehr bald auf dem Blog finden werdet. Jetzt, wo es so herrliche Äpfel gibt, ist es DAS Rezept, um sie in süßer Form zu verwerten. Ich hoffe, ihr hattet auch ein wunderbares Wochenende und konntet eure Batterien aufladen! Ich nutze jetzt die Mittagsschlafzeit, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken und ein Buch zu lesen. Bis zum nächsten Mal!

Unsere momentanen Lieblingskinderbücher

Gerade jetzt, wo es kälter wird und wir mehr zu Hause sind, wird gelesen. Auf der Couch, im Bett, nach dem Essen, ach, einfach viel, überall und ständig. Weil ich natürlich nicht immer  neue Bücher kaufen kann, um unseren großen Lesehunger zu stillen, habe ich Mara nun in der Mediathek angemeldet, wo wir uns alle drei Wochen Nachschub holen. Heute will ich euch mal zeigen, welche Kinderbücher gerade total gut ankommen bei meiner 2-jährigen. Mittlerweile habe ich schon ein ganz gutes Gefühl für ihren Geschmack entwickelt, also here we go:

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Eines unserer ersten Bücher: „Die Eule mit der Beule“, gefolgt von „Der Hummer hat Kummer“ und „Gute Nacht, kleine Eule“. Alle drei werden absolut geliebt, besonders weil die Geschichten in Reimen erzählt werden. Ganz süß illustriert, praktisch zum Mitnehmen und selbst nach über einem Jahr immer noch ganz große Klassiker in unserem Haus. Was uns noch fehlt: „Der Bieber hat Fieber“ und „Die Maus mit der Laus“.

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Die Reihe „Erstes Lernen“ haben wir auch schon über ein Jahr! Und auch hier ein absoluter Glückskauf. Mara liebt es, mir alles zu erklären. Und als sie noch kleiner war, hat sie immer auf alles gedeutet, nachdem ich sie gefragt habe. Ein tolles Buch, das mitwächst und immer noch gerne angesehen wird. Wir haben „Bauernhof“, „Wörter“, „Mein Tag“, „Zu Hause“ und „Fahrzeuge“, es gibt aber noch viele mehr davon.

Unsere Einschlaflektüre: „Wenn kleine Tiere müde sind“. So lieb illustriert und nette, einprägsame Reime. Hier erfährt man, wie die kleinen Tiere schlafen gehen – immer wieder staunt Mara darüber und ist mittlerweile bestens informiert, was die Schlafgewohnheiten der kleinen Tiere betrifft.

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Wir haben alle Bücher aus dieser Reihe und ich hätte nie gedacht, wie großartig die ankommen. Hier geht der kleine Bär Pipi, das ist momentan bei uns ein sehr aktuelles Thema, deshalb lesen wir es sehr gerne und reden drüber. Außerdem aus dieser Reihe und wärmstens empfohlen: „Papa komm, ruft der kleine Bär“, „Ich will“und „Ab in die Wanne, kleiner Bär“.

„Was hast du in deiner Windel?“ Alle Tiere, außer der Hase, haben noch eine Windel! Am Ende der Geschichte zeigt ihnen der Hase vor, wie er es macht, mit dem Klo gehen. Total süß mit den Klapptüchchen, hinter denen man nachschauen kann.

Dieses Buch habe ich Mara aufgedrängt im Buchladen, weil ICH es so toll fand. Sie war zuerst nicht so angetan, aber nach etwa einem Monat war sie total verrückt danach. Indem man die Spuren, die die verschiedenen Tiere ziehen, mit dem Finger nachverfolgen kann, wird hier sogar die Feinmotorik geübt.

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Auch dieses Gute-Nacht-Buch von der Ur-Oma kommt sehr gut an! Viele verschiedene Geschichten sind darin vereint, von Jonas, der nicht zum Abendessen kommt, über Sarah, die noch nicht schlafen gehen will, bis zu Leo, der seinen Teddy zum einschlafen nicht findet. Wird vor dem Schlafengehen immer zweimal gelesen und diskutiert.

In dieses Buch habe auch ICH mich ursprünglich verliebt, Mara ist zwar noch etwas klein für diese Geschichte, schaut sich das Buch aber immer sehr gerne an. Das Muffelmonster hat immer schlechte Laune, hier in diesem Buch wird es gerade mit übler Laune ins Bett gebracht. In dieser Reihe außerdem erschienen: „Hallo, kleines Muffelmonster“, „Tschüss, kleines Muffelmonster“, „Das kleine Muffelmonster. Viel Wirbel im Klassenzimmer“, „Frohes Fest, kleines Muffelmonster“.

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Mit zwei Jahren ist man bereits sehr emotional und verfügt über eine ganze Bandbreite an Gefühlsausbrüchen: trotzen, jammern, weinen, wütend sein, kichern usw. Dies wird hier sehr schön dargestellt und behandelt die klassischen Alltagssituationen, in denen Kind Gefühle zeigt. Besonders cool ist natürlich der Spiegel im Buch, in dem man sich und seine Gefühle anschauen kann!

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Und ganz ganz vorne dabei sind selbstverständlich unsere selbst gemachten Fotobücher! In Erinnerungen schwelgen und schöne Momente wieder aufleben lassen, diese Bücher werden am langlebigsten sein und uns für immer begleiten. Das Zusammenstellen macht mir immer sehr viel Spaß, außerdem ist es natürlich viel schöner, wenn man die Fotos auf Papier hat.

Jetzt würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn ihr Tipps für mich habt?

 

Meine herrliche Minestrone aus dem Slowcooker

Irgendwo mal, da habe ich etwas über den Slow-Cooker gelesen, oder Crockpot, wie man ihn auch nennt. In den Staaten drüben scheint dieses Haushaltsgerät ein selbstverständlicher Bestandteil eines jeden Haushalts zu sein. Als ich außerdem las, dass sich das Essen quasi von selbst kocht und noch dazu himmlisch schmeckt, war ich sofort brennend interessiert an dem Ding.

Nachdem ich die nächsten beiden Monate verdienterweise fast nichts arbeiten muss (YAY!), genieße ich die Zeit momentan, um mich voll und ganz um meine Tochter zu kümmern (ihr wisst gar nicht, wie gut das tut, sich vorübergehend mal nicht so zerrissen zu fühlen, an mehreren Fronten „kämpfen“ zu müssen und ständig das schlechte Gewissen zu verdrängen), widme viel Zeit mir selbst (nett zu mir sein, mir was Gutes tun, meinen Allerwertesten beim Lauftraining über Berg und Tal jagen, soziale Kontakte pflegen und ja, ein Friseurbesuch würde auch mal wieder nicht schaden) UND ich bin bereits ein wenig zu einer kleinen Stepford-Wife mutiert. Auf Zeit natürlich. Ich sortiere die Wohnung, entrümple, was das Zeug hält, organisiere Schränke neu, dekoriere die Wohnung herbstlich (sehr zum Missfallen meines Mannes), rücke Möbel um, koche fast rund um die Uhr, poliere Holzböden und nähe Vorhänge. Und wenn jemand zu Besuch vorbeikommt, ist immer ein warmer Apfelstrudel oder ein Bleck warme Muffins schnell herbeigezaubert. Manchmal ist mir das selber ein wenig unheimlich.

Deshalb bin ich wohl auch für Haushaltsgeräte gerade sehr zu begeistern, obwohl ich sehr wohl weiß, dass die immer sehr schnell (zumindest bei mir) im Schrank verstauben (siehe auch Standmixer, Nudelmaschine, Mörser, Milchaufschäumer etc.). Deshalb bin ich mittlerweile sehr asketisch unterwegs in der Küche und sehr skeptisch, was diese neuen Geräte betrifft. Beim Slow-Cooker konnte ich nun aber doch nicht widerstehen, ich MUSSTE ihn haben. Grundsätzlich geht es darum, dass man so ziemlich alle Zutaten reingibt, aufdreht und dann über 3 oder 6 Stunden schongart. Am Ende kommt dabei was ganz Leckeres und Zartes raus! Und mann kann in der Zwischenzeit, also in diesen 6 Stunden außer Haus gehen und wenn man heimkommt, ist das Essen fertig. Genial, oder? Wenn man ganz gewift ist, dann bereitet man die Zutaten in Säckchen und friert sie ein. So hat man dann jederzeit ein Päckchen Zutaten bereit, die man einfach in den Slowcooker gibt und fertig ist das Essen in ein paar Stunden.

Ich habe mich für dieses Teil entschieden, bei Amazon bestellt und bin sehr zufrieden damit. Er ist perfekt für unseren kleinen Haushalt 🙂

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Es hat sich alles bewahrheitet, wonach ich mich gesehnt habe. Mein Alltag wurde dadurch etwas entspannter und ich nutze ihn etwa dreimal die Woche und probiere ständig Neues aus. Hier zum Beispiel eine wundervolle Minestrone. Eine meiner absoluten Lieblingssuppen, so gehaltvoll und nahrhaft! Gepaart mit einem knusprigen Ciabatta die Perfektion schlechthin. Ich möchte deshalb sehr gerne dieses Rezept mit euch teilen, weil es euch an diesen kalten Herbstabenden trösten wird, behaglich stimmen wird, glücklich machen wird. Zur Info: Hier in Tirol hat es bereits runtergeschneit, die Berge sind also schön überzuckert und ich kann nur noch an Skiunterwäsche, Virenattacken, zugefrorene Nasen und eingeiste Windschutzscheiben denken. Wie ihr unschwer gerade merkt, der Winter ist nicht wirklich meine Lieblingsjahreszeit, aber mit dieser Suppe komme ich schon durch. Kommen wir alle durch.

Noch zum Thema Stepford Wives: Die Romane von Ira Levin sind wahnsinnig großartig, ich liebe diese Autorin über alles. In der Neuauflage der Stepford-Wifes ist ein Vorwort von einem meiner absoluten Lieblingsautoren Chuck Palahniuk. Also ein Rezept und zwei Autorentipps. Ihr seid auf den Herbst und Winter hiermit bestens vorbereitet.

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Christines Minestrone

Zutaten:

  • 1 Handvoll Blattspinat
  • 1 Handvoll Kohl
  • 1 Handvoll Karotten
  • 1 Handvoll Stangensellerie
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 1 Handvoll grüne Bohnen
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Dosen Tomaten
  • 1 Handvoll Zwiebeln
  • 1 Handvoll Zucchini
  • 1 TL Tomatenmark
  • 3/4l Gemüsesuppe
  • 1 Glas Tomatenpesto
  • 1 Handvoll Parmesan
  • 1 Handvoll Nudeln

Zubereitung:

Alle Zutaten (außer Blattspinat, Kohl, Nudeln, Bohnen und Zucchini) in den Slowcooker geben. 6-8 Stunden auf low oder 3-4 auf high kochen. 20 Minuten vor Ende der Kochzeit die ausständigen Zutaten zugeben. Serviert wird das Ganze mit viel Parmesan als Topping und einem warmen Knoblauchbrot.

Waldspielplatz Hilscherpark

Wenn man in einen Wald eintritt, so ist es, als trete man in das Innere einer Seele.
Paul Claudel

Ach, ich war schon jahrelang nicht mehr im Wald. Jahrelang! Aus heutiger Sicht mir völlig unverständlich, da er immer in meiner Nähe war und ich hätte mich jederzeit in ihm verlieren hätte können. Das kam mir leider nie in den Sinn. Heuer – nachdem ich das ganze Jahr über nicht ganz „fit“ war und ein paar gesundheitliche Problemchen hatte, die mich auch manchmal mental runtergezogen haben, habe ich wiedererkannt, wie wohltuend, therapeutisch und beruhigend die Natur sein kann. Ist. Ich habe mich bewusst viel in der Natur aufgehalten und dabei das rauschende Getöse einer Klamm oder die omnipräsente und tief in dich eindringende Stille eines Waldes sehr sehr genossen.

Ein Waldspaziergang ist was total spektakuläres. Dieser Raum ist so magisch, mystisch und einnehmend. Schlichtweg, ich kann mir meinen Alltag ohne Wald gar nicht mehr vorstellen. Und auch wissenschaftlich wurde längst bewiesen, wie gesund der Wald ist. Ein totales Anti-Stress-Programm ist. Im Wald wird man tatsächlich ruhiger und der Geist klarer. Die Verdunstungen der Bäume kühlen und die hohe Luftfeuchtigkeit tun wahnsinnig gut. Bäume bremsen den Wind und filtern Schadstoffe. Außerdem geben die Bäume Öle und Duftstoffe ab, die ausgleichend und gesundheitsfördernd wirken.

Wow, oder?

Besonders mit meiner Tochter war ich in letzter Zeit sehr gerne im Wald unterwegs. Es ist so schön, wie wir beide runterkommen und völlig in den Beobachtungen und Entdeckungen aufgehen. Man fühlt sich so entrückt vom Alltag und vom Lärm und kommt nachher unglaublich erholt wieder hervor. Wir waren in letzter Zeit häufig im Hilscherpark in St. Johann. Denn: dort gibt es einen supernetten Waldspielplatz, der mittlerweile elementarer Bestandteil unserer Nachmittagsaktivitäten ist.

Das Wochenende steht ja quasi vor der Tür und ich hoffe, euch einen kleinen Impuls für einen schönen Waldspaziergang gegeben zu haben? Vielleicht haben einige von euch auch vergessen, wie wunderbar es ist, einen Baum zu umarmen, den Waldboden zu riechen, die Wurzeln knacksen zu hören und die klare, kühle Luft einzuatmen? Also dann, nix wie raus, oder rein in den Wald!

Hier seht ihr noch einige Fotos von unseren Wald- bzw. Spielabenteuern! Besonders mit Kindern ist der Wald so großartig, hier kann man sich wunderbar verschanzen nach zu viel Reizüberflutung, der Fantasie freien Lauf lassen und seine Sinne beobachten. Wir sind also wahre Waldabenteurer geworden und ich werde sich noch öfter darüber hier berichten 🙂

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Birnen-Haselnuss-Muffins für deinen Herbstnachmittag

Der letzte Blogeintrag kam vor 4 Monaten. Erschreckend. Aber das war heuer einfach nicht mein Jahr und ich musste mich sehr viel erholen und auf mich schauen. Mittlerweile sind wir schon im Herbst angekommen und ich genieße die milden Temperaturen, die verfärbten Blätter und das goldene Licht! So eine Pracht! An die relativ früh einsetzende Dunkelheit muss ich mich allerdings noch gewöhnen. Was ich ganz herrlich finde, ist so ein verregneter Nachmittag, wie wir ihn heute gerade erleben. Was macht man da? Zuerst einen langen Spaziergang im Regen, der dir rosige Bäckchen ins Gesicht zaubert und dich mit einer angenehmen Erschöpfung aus Sofa fallen lässt. Und dann verlegt man das zentrale Sonntagsgeschehen in die Küche und macht superleckere Birnen-Haselnuss-Muffins. Schnell, unkompliziert und so köstlich. Nach getaner Arbeit verzieht man sich dann glücklich wieder aufs Sofa, deckt sich gut zu und liest a) ein Buch oder b) schaut sich mit seiner Tochter Zoés Zauberschrank an, während man genüsslich auf ein Stück Birne, Schoko oder gerösteter Haselnuss beisst. Soweit unser heutiges Sonntagsszenario.

Ich muss dieses Rezept jetzt einfach mit euch teilen, weil es gar so unverzichtbar für eine Rezeptesammlung ist, dich alles vergessen lässt und dich glückselig stimmt. Und das wollen wir doch alle von einem Sonntag, oder?

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Sieht jetzt schon unwiderstehlich aus!

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Haaach…

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Topping: Schokolade und geröstete Haselnüsse, yeah!

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Hilfe! Jetzt noch schnell das Schlachtfeld beseitigen!

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Perfektion.

Birnen-Haselnuss-Muffins

Zutaten:

  • 2 Birnen
  • 85 g geschmolzene, abgekühlte Butter
  • 125 g Rohrzucker
  • 240 ml Buttermilch
  • 2 Eier
  • 1 Vanilleschote
  • 75 g Haferflocken
  • 125 g Mehl
  • 60 g Vollkornmehl
  • 3/4 TL Natron
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 3/4 TL Salz
  • 3/4 TL Kurkuma
  • 120 g geröstete, fein gehackte Haselnüsse
  • 85 g Schokostücke

Zubereitung:

Den Ofen aus 220°C vorheizen. Geschälte Birnen grob reiben. Die geschmolzene Butter dazugeben, sowie Zucker, Buttermilch, Eier und den Inhalt der Vanilleschote.

In einer anderen Schüssel die Haferflocken, Mehle, Natron, Backpulver, Gewürze, Salz und die Hälfte der gerösteten Haselnüsse vermengen. Und die Schokostücke gehören auch rein natürlich! Die trockene Mischung zur Birnenmischung geben und kurz und schnell durchrühren.

Die Masse in die Förmchen füllen, die Hitze auf 190°C reduzieren und ca. 20 bis 25 Minuten backen. Herausnehmen, 10 Minuten auskühlen lassen und aus den Formen nehmen und auf einem Teller weiter auskühlen lassen.