Meine herrliche Minestrone aus dem Slowcooker

Irgendwo mal, da habe ich etwas über den Slow-Cooker gelesen, oder Crockpot, wie man ihn auch nennt. In den Staaten drüben scheint dieses Haushaltsgerät ein selbstverständlicher Bestandteil eines jeden Haushalts zu sein. Als ich außerdem las, dass sich das Essen quasi von selbst kocht und noch dazu himmlisch schmeckt, war ich sofort brennend interessiert an dem Ding.

Nachdem ich die nächsten beiden Monate verdienterweise fast nichts arbeiten muss (YAY!), genieße ich die Zeit momentan, um mich voll und ganz um meine Tochter zu kümmern (ihr wisst gar nicht, wie gut das tut, sich vorübergehend mal nicht so zerrissen zu fühlen, an mehreren Fronten „kämpfen“ zu müssen und ständig das schlechte Gewissen zu verdrängen), widme viel Zeit mir selbst (nett zu mir sein, mir was Gutes tun, meinen Allerwertesten beim Lauftraining über Berg und Tal jagen, soziale Kontakte pflegen und ja, ein Friseurbesuch würde auch mal wieder nicht schaden) UND ich bin bereits ein wenig zu einer kleinen Stepford-Wife mutiert. Auf Zeit natürlich. Ich sortiere die Wohnung, entrümple, was das Zeug hält, organisiere Schränke neu, dekoriere die Wohnung herbstlich (sehr zum Missfallen meines Mannes), rücke Möbel um, koche fast rund um die Uhr, poliere Holzböden und nähe Vorhänge. Und wenn jemand zu Besuch vorbeikommt, ist immer ein warmer Apfelstrudel oder ein Bleck warme Muffins schnell herbeigezaubert. Manchmal ist mir das selber ein wenig unheimlich.

Deshalb bin ich wohl auch für Haushaltsgeräte gerade sehr zu begeistern, obwohl ich sehr wohl weiß, dass die immer sehr schnell (zumindest bei mir) im Schrank verstauben (siehe auch Standmixer, Nudelmaschine, Mörser, Milchaufschäumer etc.). Deshalb bin ich mittlerweile sehr asketisch unterwegs in der Küche und sehr skeptisch, was diese neuen Geräte betrifft. Beim Slow-Cooker konnte ich nun aber doch nicht widerstehen, ich MUSSTE ihn haben. Grundsätzlich geht es darum, dass man so ziemlich alle Zutaten reingibt, aufdreht und dann über 3 oder 6 Stunden schongart. Am Ende kommt dabei was ganz Leckeres und Zartes raus! Und mann kann in der Zwischenzeit, also in diesen 6 Stunden außer Haus gehen und wenn man heimkommt, ist das Essen fertig. Genial, oder? Wenn man ganz gewift ist, dann bereitet man die Zutaten in Säckchen und friert sie ein. So hat man dann jederzeit ein Päckchen Zutaten bereit, die man einfach in den Slowcooker gibt und fertig ist das Essen in ein paar Stunden.

Ich habe mich für dieses Teil entschieden, bei Amazon bestellt und bin sehr zufrieden damit. Er ist perfekt für unseren kleinen Haushalt 🙂

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Es hat sich alles bewahrheitet, wonach ich mich gesehnt habe. Mein Alltag wurde dadurch etwas entspannter und ich nutze ihn etwa dreimal die Woche und probiere ständig Neues aus. Hier zum Beispiel eine wundervolle Minestrone. Eine meiner absoluten Lieblingssuppen, so gehaltvoll und nahrhaft! Gepaart mit einem knusprigen Ciabatta die Perfektion schlechthin. Ich möchte deshalb sehr gerne dieses Rezept mit euch teilen, weil es euch an diesen kalten Herbstabenden trösten wird, behaglich stimmen wird, glücklich machen wird. Zur Info: Hier in Tirol hat es bereits runtergeschneit, die Berge sind also schön überzuckert und ich kann nur noch an Skiunterwäsche, Virenattacken, zugefrorene Nasen und eingeiste Windschutzscheiben denken. Wie ihr unschwer gerade merkt, der Winter ist nicht wirklich meine Lieblingsjahreszeit, aber mit dieser Suppe komme ich schon durch. Kommen wir alle durch.

Noch zum Thema Stepford Wives: Die Romane von Ira Levin sind wahnsinnig großartig, ich liebe diese Autorin über alles. In der Neuauflage der Stepford-Wifes ist ein Vorwort von einem meiner absoluten Lieblingsautoren Chuck Palahniuk. Also ein Rezept und zwei Autorentipps. Ihr seid auf den Herbst und Winter hiermit bestens vorbereitet.

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Christines Minestrone

Zutaten:

  • 1 Handvoll Blattspinat
  • 1 Handvoll Kohl
  • 1 Handvoll Karotten
  • 1 Handvoll Stangensellerie
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 1 Handvoll grüne Bohnen
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Dosen Tomaten
  • 1 Handvoll Zwiebeln
  • 1 Handvoll Zucchini
  • 1 TL Tomatenmark
  • 3/4l Gemüsesuppe
  • 1 Glas Tomatenpesto
  • 1 Handvoll Parmesan
  • 1 Handvoll Nudeln

Zubereitung:

Alle Zutaten (außer Blattspinat, Kohl, Nudeln, Bohnen und Zucchini) in den Slowcooker geben. 6-8 Stunden auf low oder 3-4 auf high kochen. 20 Minuten vor Ende der Kochzeit die ausständigen Zutaten zugeben. Serviert wird das Ganze mit viel Parmesan als Topping und einem warmen Knoblauchbrot.

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