Bratapfelmarmelade

Meine Lieben! Morgen ist Weihnachten! Ich habe diese Vorweihnachtszeit so wunderbar genossen, WEIL ich mich zum ersten Mal „in the history of Christine“ mal nicht gestresst habe, alles perfekt zu gestalten. Perfektion ist nämlich eines meiner Laster. Manchmal bin ich sehr froh über meinen Perfektionismus, manchmal stelle ich mir damit einfach nur selber ein Bein und vergesse ganz auf mein Wohlbefinden und meine Balance.

Aber heuer ist es mir gelungen, den Monat Dezember sehr entspannt angehen zu lassen und ich habe oft nur das gemacht, worauf ich auch wirklich Lust hatte. Und das war sehr schön. Ich habe mich in Dankbarkeit und Bescheidenheit geübt und hatte ganz viele Vorweihnachtsdates mit meiner Tochter, wo wir einfach das Zusammensein zelebriert haben. Beim Frühstück in unserem Lieblingscafé, am Weihnachtsmarkt beim Keksebacken, beim desaströsen aber glückseligen Keksebacken (überall Mehl!) bei heißer Schokolade, Lebkuchen und Lotta schauen oder beim ersten Schneemannbauen.

Außerdem habe ich meine Buchhaltung endlich schön geordnet (die richtigen Mappen und Fächermappen (bevorzugt mit lieblich floralem Muster helfen/motivieren enorm dabei), habe fast jeden Tag meditieren können  und ich kann jetzt zuversichtlich in ein neues Jahr starten, das heurige war nämlich nicht immer sehr super, weil ich einfach total angeschlagen und ausgebrannt war.

Und jetzt ist Freitag abend, Mann und Kind schlafen schon (YASSSS!), ich habe mich bei meiner wöchtenlichen Popilates-Einheit verausgabt und jetzt mache ich mir noch eine Riesenschüssel Popcorn und packe die letzten Geschenke ein. Eigentlich bin ich aber auch noch am Überlegen, ob ich mir nicht noch ein bisschen Sushi und ein Pad Thai holen soll? Mein Mann und ich hatten eigentlich ein Date auf der Couch ausgemacht, mit Sushi, Wein und „Atlanta“ schauend. Hmmm…

Heute habe ich dann, so in Hochstimmung, meine köstliche Bratapfelmarmelade gekocht und sie an viele liebe Menschen verschenkt. Vor allem die Betreuerinnen in der Krippe haben sich diese Marmelade wirklich verdient – ich MUSSTE ihnen einfach wieder mal sagen, wie großartig sie sind, wie SEHR mein Maralein von der Gemeinschaft, dem schönen Spielen, dem vielen Draußensein profitiert. Diese vier Damen sind eine echte Bereicherung und tragen soviel zu Maras sozialer und persönlichen Entwicklung bei. Und als Mama gibt es nichts Schöneres, wenn man sein Kind  gerne „abgibt“ und diesen Menschen blind vertraut. Ich sitze in der Arbeit, ohne schlechtes Gewissen, ohne mir Sorgen zu machen und kann mein Schaffen genießen, weil ich weiß, dass es meinem Kind gerade sehr gut geht. Das ist einfach unbezahlbar.

Bei einigen wird diese Marmelade morgen unter dem Baum liegen und an manche werde ich sie morgen noch ausliefern 🙂 und für mich selbst ist auch noch eine übrig geblieben, was ganz toll ist, schließlich schmecken Waffeln und Frühstücksbrote damit einfach sensationell gut. Ich will euch dieses Rezept nicht vorenthalten und rate euch, es unbedingt nachzukochen und zu verschenken. Damit kann man Menschen wirklich glücklich machen.

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Bratapfelmarmelade

  • 1 kg Äpfel
  • 1/2 kg Zucker
  • 1 Päckchen Quittin Gelierhilfe 2:1
  • 2 TL Zimt
  • 1 Handvoll geröstete Mandelblättchen.
  • 100g Rosinen (über Nacht in Rum eingelegt)
  • 100g Marzipan

Zubereitung:

Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit dem Quittin in den Topf geben, kurz erhitzen und den Zucker dazugeben. Dann die Marzipanstücke. Mit dem Mixstab pürieren. Dann 3 Minuten stark aufkochen lassen. Zimt unterrühren. Rosinen und Mandelblättchen dazu. Marmeladegläser mit heißem Wasser ausspülen. Marmelade einfüllen. Auf den Kopf stellen. Nach 5 Mintuen wieder umdrehen.