Buchempfehlung: Das Happiness-Projekt von Gretchen Rubin

Ich wollte euch jetzt im Jänner das Buch „Das Happiness-Projekt“ von Gretchen Rubin genauer vorstellen. Weil ich einfach so begeistert davon bin und es mich das ganze Jahr begleiten wird.

Rubin studierte in Yale Jura und arbeitete danach als Rechtsanwältin und Autorin. außerdem schreibt sie regelmäßig Beiträge für Radiosendungen und Zeitungskolumnen. Außerdem hat sie einen Podcast.

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Es geht zunächst darum, sich zu überlegen, was einem Befriedigung und Erfüllung verschafft, wo seine Leidenschaft liegt. Und was Schuldgefühle, Langeweile oder Wut hervorruft. Im zweiten Teil geht es dann um die Umsetzung und um die ganz spezifischen Aktivitäten, die einen glücklich machen.

Wir unterschätzen keine Pflicht so sehr, wie die Pflicht, glücklich zu sein. (Robert Louis Stevenson)

Ich stecke manchmal etwas im Alltag fest und bin so eingespannt mit Arbeit, Haushalt, Kindererziehung und dem ganzen Organisatorischem, dass mir dann einfach nicht mehr genug Zeit bleibt, um ganz bewusst zu reflektieren oder um Dinge besser zu steuern, sodass ich wieder das Gefühl habe, einen echt erfüllten und zufriedenen Alltag zu erleben. Die Zeiten sind vorbei, als man einfach in den nächsten Flieger stieg und sich eine Auszeit nahm. Denn jetzt gibt es viele Verpflichtungen. Und genau hier, also im Alltag wird man von Gretchen Rubin abgeholt, wie man seinen Alltag auf allen Ebenen verbessern und sich viele Glücksgefühle dadurch verschaffen kann.

Bevor es an die eigentlich Arbeit geht, hat sich Rubin ihre persönlichen „zwölf Gebote“ niedergeschrieben sowie ihre Geheimnisse des Erwachsenseins. Die Gebote würden ihr helfen, ihren Vorsätzen treu zu bleiben. Ich habe für mich auch schon meine persönlichen zwölf Gebote festgesetzt, hier sind sie:

  1. Werde gelassener
  2. Blende die Kritik anderer Menschen einfach aus
  3. Meide Personen, die dir nicht gut tun
  4. Gehe unangenehme Aufgaben sofort an
  5. Sprich aus, was du denkst und was du willst
  6. Sag öfter nein
  7. Rechtfertige dich nicht ständig
  8. Sei dankbarer
  9. Sei nicht so streng mit dir
  10. Genieße alles, was du dir erarbeiten musst
  11. Delegiere mehr, du bist, auch wenn du es nicht glaubst, ersetzbar
  12. Setze ganz klar Prioritäten

Und meine Geheimnisse des Erwachsenwerdens:

  • Die Leute respektieren dich viel mehr, wenn du klar aussprichst was du denkst und auch mal auf den Tisch haust
  • Vergeben ist loslassen und macht dich freier
  • Du musst nicht von allen gemocht werden
  • Es wird meistens nur noch blöder, wenn du alles hundertmal überdenkst
  • Komme über bestimmte Ereignisse schneller hinweg, es bringt nichts, ständig darüber nachzudenken, was wäre wenn…Es ist so eine echte Zeitverschwendung
  • Die Qualität einer Beziehung steigert sich ungemein, wenn man klar ausspricht, was man will und den anderen bewusst wertschätzt
  • Perfektionismus macht dein Leben nicht perfekter
  • Die täglichen, kleinen Momente, die du dir und deiner Familie schenkst, geben unglaubliches Glück
  • Kinder sind sehr dankbar für die Grenzen die du ihnen setzt, auch wenn es manchmal ein Kampf ist, gehe ihn ruhig und gelassen ein und setze durch, was dir wichtig ist
  • Wenn du unruhig oder verspannt bist, gehe in den Wald, er lässt dich alles vergessen
  • Minzöl hilft an schlechten Tagen, an denen du dich erschöpft fühlst
  • Manuka Honig und Ingwer sind sehr sehr oft die Lösung
  • „The miseducation of Lauryn Hill“ ist eines der besten Alben ever. Das und ein Filmabend mit „Singing in the rain“ gefolgt von „Duel“ und einer großen Schüssel Tiramisueis trösten über wirklich alles hinweg

 

Gegliedert ist das Buch in Monate und jeder Monat hat ein spezifisches Thema.

Hier sind die thematischen Monatsschwerpunkte des Buchs:

  • Jänner: Tanken Sie Engergie – Vitalität
  • Februar: Denken Sie an die Liebe – Ehe
  • März: Streben Sie nach Höherem – Arbeit
  • April: Werden Sie lockerer – Elternschaft
  • Mai: nehmen Sie das Spielen ernst – Freizeit
  • Juni: Nehmen Sie sich Zeit für Freunde – Freundschaft
  • Juli: Kaufen sie sich etwas Glück – Geld
  • August: Meditieren Sie über den Himmel: Ewigkeit
  • September: Frönen Sie einer Leidenschaft – Bücher
  • Oktober: Seien Sie wachsam – Achtsamkeit
  • November: Bewahren Sie sich ein zufriedenes Herz – Einstellung
  • Dezember: Ausbildungslager Perfektionismus – Glück

 

Im Jänner geht es „einfach mal ganz einfach um Ballast abwerfen“ und Energie freisetzen. Ein sehr schöner Anfang.

Rubins persönliche Vorsätze für diesen Monat sind 1) früher schlafen zu gehen, 2) mehr Sport zu treiben 3) sich von Ballast zu befreien und 4) energiegeladener zu sein.

Und genau das versuche ich auch gerade umzusetzen. Das mit dem früher Schlafen gehen mache ich bereits seit einigen Wochen, weil es mir unglaublich gut tut. Das fiel mir nämlich oft schwer, denn gerade wenn das Kind einschlief, hatte man ENDLICH Zeit für sich. Die ganze Welt stand einem offen: Feuchtigkeitsmasken machen, Netflix schauen, Lesen oder einfach nur ein Weinchen trinken und chillen. Man wollte die Abendzeit nicht missen. Ich habe sie jetzt aber aufgegeben, so ziemlich halt. Ich habe vieles aus meiner Arbeit ausgelagert oder delegiert, sodass ich am Nachmittag mehr Zeit habe, den Haushalt zu machen, mit meiner kleinen zu spielen und die Natur zu erkunden und Abendessen vorzubereiten. Am Abend essen wir dann alle gemeinsam um 6 Uhr, dann wird noch die Küche aufgeräumt und höchstens noch die Wäsche gemacht, Sandmann geschaut und dann gehts auch schon ab ins Bett. Für mich und Mara zumindest. Ich liege dann wirklich im Bett um 8 und creme mir meine Hände ein, massiere mir ein Lavendelöl in den Nacken und lese noch ein schönes Buch, ich schlafe dann aber eh sehr rasch ein.

Das wirklich geniale am früh schlafen gehen ist, dass man auch wieder früh ausgeschlafen ist. So stehe ich Freak gegen 5 Uhr auf, trinke mein morgendliches Zitronenwasser, mache 20 Minuten Yoga oder Pilates, decke den Frühstückstisch und versuche, so viel wie möglich zu organisieren, bis es in die Arbeit geht. Ich hätte niemals gedacht, dass ich diesen Rhythmus so lieben würde.

Auch ein bisschen mehr Sport habe ich mir vorgenommen. Das heißt für mich mindestens einen langen Spaziergang in der Woche und einmal in die Sauna zu gehen. Auf der Yogamatte bin ich ja eh so viermal die Woche.

Ballast abwerfen steht auch ganz groß auf meiner Liste: insbesondere meine Krims-Krams-Schubladen werden gnadenlos aufgeräumt, alle gelesenen Bücher verschenkt, auch die DVD’s, was wirklich weh tut, aber es tut so gut, so viel Freiraum in der Wohnung zu haben. Auch an meiner minimalistischen Capsule-Wardrobe arbeite ich gerade.

Am Ende des Monats werde ich euch meine Ergebnisse in Worten und Bildern präsentieren, und ihr könnt nun über das ganze Jahr mitverfolgen, wie ich Monat für Monat mehr Lebensqualität in meinen Alltag bringe. Ein großes und herausforderndes Projekt und ich freu‘ mich, daran zu wachsen.

 

 

 

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