DIY: Pixie-Buchhülle nähen

Ich sitze im Bett, wiedermal in meinem oversize-Wollcardigan und eingewickelt in meine Flanelldecke. Mitten im April, denn: es schneit. Ja! Wenn ich meinen Blick aus dem Fenster schweifen lasse, dann sehe ich weiß. So richtig! Und es ist absolut verstörend. Wir waren gestern noch spazieren, ich mit Sommerbluse und Jeansjacke und bin fast erfroren. Heute – weil wir es schmerzhaft lernen mussten – sind wir zumindest am Nachmittag zuhause geblieben, haben Lego gespielt, gemalt, Musik gehört und ein wenig geschlafen. Außerdem habe ich noch schnell einen sehr leckeren Rhabarber-Buttermilchkuchen herbeigezaubert, um die Stimmung zu heben, denn der winterliche Kaschmirpulli war schon wirklich sehr abtörnend an einem 18. April.

Ich schweife aber schon wieder ab. Was ich euch heute eigentlich zeigen wollte, ist, wie man das allersüßeste Pixie-Täschchen näht. Mit einer fast dreijährigen kann man schon allerhand lesen, sie  versteht komplexere Geschichten immer mehr und wir lesen jeden Tag unsere Lieblingsbücher. Mittlerweile haben wir uns auch einen Leseausweis bei der Mediathek zugelegt, damit das mit den Büchern nicht Überhand nimmt zuhause, ich habe mir das Buch „Magic Cleaning“ wirklich SEHR zu Herzen genommen und werfe alles aus meinen Räumen, das nicht irgend einen Wert/eine Funktion für mich hat. Das mache ich auch bei Büchern, so hart das auch manchmal ist.

Und nachdem ich so extrem entrümpelt habe, ist wieder viel mehr Ruhe zuhause eingekehrt, ich sags euch…besonders auch das Kinderzimmer ist total leer und ruhig geworden, einfach nur schön.

Schon wieder abgeschweift bin ich! Also, unterwegs nehmen wir unsere Bücher eben nicht mit und ich habe da vor einiger Zeit eine „Leo-Lausemaus“-Reihe gekauft. Aber die lagen dann immer im Rucksack und auf Tischen verstreut rum, sodass ich wusste, dass wir ein schickes Täschchen dafür brauchen. Es ist wirklich super einfach und geht schnell und ist auch wirklich ganz ganz toll als unkompliziertes und individuelles Geschenk. Meine Tochter LIEBT es, räumt es ein, aus, schaut sich die Bücher an, räumt sie wieder ein…ein ewiges Spiel.

Ich habe einen Jeansstoff verwendet aka meine alten Jeans, damit die Hülle etwas stabiler ist. Solltet ihr zwei normal dünne Stoffe verwenden, dann würde ich Vlieseline draufbügeln.

Schritt 1: Stoff zuschneiden
Zwei Rechtecke (Außenhüllen): 27×15 cm
Zwei Rechtecke (Einstecktaschen) : 11×15 cm

Die beiden Einstecktaschen auf einer Seite 1 cm umknicken und abnähen. Das ist die 11 cm lange Seite.

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Schritt 2: Stoffe aufeinanderlegen
Zuerst das lange Rechteck (Innenstoff) mit der schönen Seite nach oben, darauf dann die beiden Einstecktaschen rechts und links auch mit der schönen Seite nach oben und die abgenähten Seiten zueinanderschauend. Und schließlich das zweite lange Rechteck mit der linken Seite (also der Innenseite) nach oben.

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Schritt 3:
mit Stecknadeln abstecken und bei der linken Einstecktasche beginnen, zusammenzunähen. Das Stück zwischen den beiden Einstecktaschen offen lassen, damit man die Hülle umdrehen kann.

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Schritt 4:
die Ecken rund abschneiden, dann die Hülle umdrehen.

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Schritt 5:
das noch offene Stück schließen.

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Et voilà:
fertig isses. Am besten nochmal schön drüberbügeln und dann mit den Bücher befüllen. Wir haben später noch Druckknöpfe an den Einstecktaschen drangemacht, damit man die Hülle richtig gut schließen kann. Fast besser bzw. kinderfreundlicher wäre aber ein Gummiband. Dieses müsste man dann einfach beim Zusammenstecken auf den Innenstoff legen, bevor man die Einstecktaschen draufgibt. Dann wird das Ganze später mit angenäht und man hat einen ganz unkomplizierten Verschluss.

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachnähen und Verschenken! Ich finde, das ist so eine nette Geschenksidee, die budgetfreundlich, besonders und kreativ ist. Und Pixie-Bücher sollte jedes Kind immer mit dabei haben. Punkt.

 

 

Last-Minute-Osterideen

Also es ist so.  Ich bin keine dieser unglaublichen Instagram-Mamis, die so scheinbar alles im Griff haben: perfekt aufgeräumte und gestylte Wohnräume, allercoolste Mom-Outfits und das erlesenste (ja pinterestworthiest!) Essen, sowie die schicksten Accessoires und Tischdekos für Familienfeste wie zum Beispiel Ostern! What the….?

Ich scrolle da manchmal so durch und denke mir schon, wieso ich das nicht auf die Reihe bekomme, obwohl ich natürlich weiß, dass das alles ziemlich inszeniert ist und das nur den besten und optimiertesten Ausschnitt eines Tages darstellt.

Aber trotzdem. Jedenfalls ist es bei mir so, dass ich mich an den meisten Tagen einfach so durchwurschtel und versuche, alles zu schaffen, was so ansteht. An manchen, oder manchmal sogar ziemlich vielen Tagen bin ich auch eine Supermama, aber durchschnittlich bin ich totaler Durchschnitt.

Früher habe ich mich immer mega gestresst, für so Feierlichkeiten wie Ostern oder Weihnachten das perfekte Fest zu inszenieren, was immer total gelungen ist, aber weniger gelungen war meine Stimmung. Davor, während und danach.

Seit letztem Jahr aber konnte ich mich erfolgreich von meinem Perfektionismus verabschieden und habe mir stattdessen eine sehr entspannte Einstellung zugelegt. Einfach nicht mehr zuviel aus all der „Partyplanung“ zu machen! Es muss nicht perfekt und durchgestylt sein. Es muss voller Liebe, Zusammensein und Genuss stecken. Und deswegen habe ich mir gestern noch schnell ein paar Quicky-Ideen für den Ostersonntag zusammengesucht, damit es einfach nur nett wird. Falls es jemanden von euch ähnlich geht wie mir, der sich jetzt da auch nicht voll reinstressen will und einfach nur ein paar wenige, süße und schnelle Inspirationen sucht, kann sich hier an meinen Ideen ja was abschauen 🙂 Ich teile sie hier gerne mit euch.

Wir haben heute neben dem Mittagessen schnell pinke Eier gefärbt und sie mit Sticker verziert, das war super unkompliziert und macht einer zweijährigen enormen Spaß. Zusätzlich gewinnt die Mama ein Zeitfenster, um noch schnell das Wildlachsfilet in Ruhe zu panieren und herauszubacken.

Ostern

Für den Ostersonntag gibt es in der Früh selbstgebackenen Mini-Hefekränze, weil ich das schon lange mal ausprobieren wollte. Dazu eine gute Rhabarber-Erdbeermarmelade, Fruchtspieße, ein weiches Ei und viel Kaffee bzw. Kakao.

Mittags werden wir Überbackenen Spargel im Schinken-Pfannkuchenmantel essen, das geht wirklich schnell und sieht am Bild bereits SEHR lecker aus. Und wird sicher auch von meiner wählerischen Tochter goutiert werden. Dazu noch einen wunderbar grünen Salat und einen wunderbar kalten Weißwein.

Und irgendwann dazwischen gibt es dann noch das Osternest, das ich noch füllen muss. Auf Süßigkeiten werde ich verzichten, weil es die eh ständig überall gibt, deshalb kommen ein Ei, getrocknete Früchte, das Lieblingsjoghurt sowie Müsliriegel rein. Sowie eine Biene-Maja-CD und ein paar Malbücher.

Und dekomäßig? Ich werde ein paar Tulpen und Narzissen aus Mamas Garten stiebizen, ein paar Palmkätzchen druntermischen und die Eier hängen eh schon dran. Diese Häschengirlande mit Pompoms werde ich morgen abend noch basteln, das dürfte – ohne Zwischenfälle – hoffentlich ziemlich schnell gehen (und wenn mein Mann die Pompoms übernimmt!).  Ich wünsche euch jedenfalls ein supergemütliches Osterwochenende und bis bald!